Landesweite Potenzialanalyse für WEA-Repowering

Auftraggeber: Innenministerium Schleswig-Holstein, Abt. Landesplanung

Ermittlung des Repoweringpotenzials außerhalb der Eignungsgebiete in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist Repowering außerhalb der Eignungsgebiete nur im Rahmen einer regionalplanerischen Ausnahmeregelung zugelassen, welche u. a. die Einhaltung von Abstandsempfehlungen verbindlich vorschreibt. Es stellt sich die Frage, wiedabei eine weitgehende Konzentration der Windenergienutzung auf auszuwählende geeignete Standorte und eine Entlastung der übrigen Landesteile erreicht werden kann. Die OECOS GmbH wurde beauftragt, das Repoweringpotenzial außerhalb der Eignungsgebiete in einer bis zur Gebäudeebene detailgenauen GIS-Studie landesweit abzuschätzen und Empfehlungen zum weiteren Vorgehen zu erarbeiten. Die Ergebnisse werden in Text, Tabellen und Karten dargestellt.

Für das gesamte Bundesland Schleswig-Holstein wurde aus der Verschneidung vorliegender Datenbanken (v.a. AISI) und Kartensätze (ATKIS) zunächst der Gesamtbestand an WEA und nach Lage innerhalb oder außerhalb der Eignungsgebiet unterschieden. Es wurden landesweit 2 Repowering-Szenarien mit Neuanlagenhöhen bis zu 100 m und alternativ 130 m Gesamthöhe betrachtet. Unter Anlegung der geltenden Abstandsforderungen (ohne Einzelfallbetrachtung) wurden danach landesweit konfliktarme ,„repoweringfähige“ Anlagenstandorte bestimmt und als Zentralisationspunkte für ein gezieltes Repowering außerhalb der Eignungsgebiete vorgeschlagen. Darüber hinaus wurde die anteilige Restriktionswirkung der geltenden Abstandskritierien bestimmt und es wurden Vorschläge zu einer Neubewertung der Abstandsfragen erarbeitet.

Eine Folgeuntersuchung zur landesweit flächendeckenden Ermittlung von Repoweringpotenzialen ist derzeit in Bearbeitung.