Studie zu den Umweltwirkungen von Erdkabeln der Höchstspannungsebene

Ein Großteil der erneuerbaren Energien wird in Zukunft fernab der Stromverbrauchszentren gewonnen werden, so dass in Deutschland ein weitreichender Aus- und Neubau von Höchstspannungstrassen unumgänglich ist. In dem Koalitionsbeschluss der Bundesregierung vom 1. Juli 2015 wurde für alle Höchstspannungsgleichstromtrassen erstmals ein Vorrang für Erdkabel festgelegt, womit deutlich gemacht wurde, dass Erdkabel zukünftig eine bedeutende Rolle am Ausbau des Übertragungsnetz spielen werden.

Die OECOS GmbH hat bereits 2009 bis 2011 im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und in Kooperation mit dem Energieforschungszentrum Niedersachsen (EFZN) eine Studie zu den „Ökologischen Auswirkungen von 380-kV-Erdleitungen und HGÜ-Erdleitungen“ erarbeitet. Dabei wurden die Konsequenzen der Verlegung von Erdkabeln ausunterschiedlichen Gesichtspunkten von drei Arbeitsgruppen, nämlich „Technik/Ökonomie“ (Universität Hannover), „Umwelt“ (OECOS GmbH) sowie „Recht“ (Universität Clausthal-Zellerfeld) beleuchtet. Die OECOS GmbH hat dabei die Umweltwirkungen von Erdkabeln den Umweltwirkungen von Freileitungen der Höchstspannungsebene gegenübergestellt, da Freileitungen nach dem Energiewirtschaftsgesetz zu diesem Zeitpunkt beim Ausbau des Höchstspannungsübertragungsnetzes noch durchgehend Vorrang hatten.

Der aus vier Teilbänden bestehende Ergebnisbericht  der Studie „Ökologische Auswirkungen von 380-kV-Erdleitungen und HGÜ-Erdleitungen“ ist in der EFZN-Schriftenreihe im Cuvillier Verlag Göttingen erschienen und ist hier abrufbar: (Band 4.1: Zusammenfassung; Band 4.2: Umwelt; Band 4.3: Ökonomie/Technik; Band 4.4: Recht). In gekürzter Fassung sind die Ergebnisse  des  F+E Vorhabens  „Ökologische Auswirkungen von 380-kV-Erdleitungen und HGÜ-Erdleitungen“ unter der Überschrift „Umweltverträglichkeitsprüfung von Höchstspannungsleitungen - Freileitung und Kabel“ auch im Handbuch der Umweltverträglichkeitsprüfung erschienen.

Der Bericht kann hier eingesehen und heruntergeladen werden.