Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen bei Erdkabelvorhaben

Ende 2018 erhielt die OECOS GmbH vom Bundesamt für Naturschutz den Zuschlag für die Ausarbeitung einer Studie unter dem Kurztitel "Zusammenstellung, Hinweise und Empfehlungen zu möglichen Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen bei Erdkabelvorhaben". Im Vorhaben erfolgt eine umfassende Zusammenstellung von Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen bei Erdkabelvorhaben sowie die Ausarbeitung konkreter Hinweise und Empfehlungen zu den spezifischen Umsetzungserfordernissen. Hierzu soll ein detaillierter Maßnahmenkatalog erarbeitet werden, der die bei (Höchstspannungs-)Erdkabel-Vorhaben typischer Weise in Frage kommenden bau-, anlage- und betriebsbezogenen Schadensbegrenzungsmaßnahmen enthält. Für einen größtmöglichen Praxis- und Anwendungsbezug werden Maßnahmenblätter für die verschiedenen Maßnahmen als Vorlagen ausgearbeitet. Diese können als Anleitung bzw. Hilfestellung für Fachplaner sowie Genehmigungsbehörden dienen und so die Effizienz und Rechtssicherheit von Planungsverfahren erhöhen.
Die Zusammenstellung der relevanten Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen erfolgt zunächst anhand einer Recherche zu den in der Praxis angewandten Maßnahmen beruhend auf untergesetzlichen Regelwerken, Leitfäden, Fachkonventionen, Fachliteratur, Praxisbeispielen sowie ggf. einer ergänzenden Experten-Befragung. Hierbei ist auch auf regionale Unterschiede hinzuweisen bzw. diese sind zu berücksichtigen. Im Rahmen einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe werden die jeweiligen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Durchführung der jeweiligen Maßnahmen mit Vertretern von Interessensverbänden, Fachplanern, Fachbehörden sowie Übertragungsnetzbetreibern diskutiert, um eine breite Wissensbasis zu schaffen. Neben einer ausführlichen textlichen Darstellung der verschiedenen rechtlichen und fachlichen Erfordernisse werden Textbausteine sowie Maßnahmenblätter als Vorlagen für die konkrete Projektbearbeitung erarbeitet.