Umweltverträglichkeitsuntersuchung im Raumordnungsverfahren Baltic 1

Der heute von der EnBW Ostsee Offshore GmbH mit 21 Anlagen, 15 km nördlich der Halbinsel Fischland/Darss realisierte Windpark Baltic 1 wurde ursprünglich von der Offshore Ostsee Wind AG geplant und durch das Raumordnungsverfahren sowie das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren geleitet. Die Offshore Ostsee Wind AG beauftragte OECOS im Jahr 2002 erstmals zur Durchführung einer Landschaftsbildanalyse und -bewertung als Teil der Umweltverträglichkeits-Untersuchungen im Raumordnungsverfahren BALTIC I. Ziel war eine möglichst realitätsnahe Abschätzung der wahrscheinlichen visuellen Wirkungen. Für die Prognose der zu erwartenden visuellen Auswirkungen des Vorhabens wurden Informationsgrundlagen zusammengetragen (Bestandsanalyse) und Visualisierungen erstellt. Im Ergebnis wurde von OECOS eingeschätzt, dass mit dem Bau des Offshore-Windparks keine erheblichen oder nachhaltigen Landschaftsbildbeeinträchtigungen zu erwarten sind. Das Vorhaben Baltic 1 wurde in seiner Anfangszeit von zahlreichen Protesten begleitet, weil Anwohner und Tourismuswirtschaft sehr deutliche Beeinträchtigungen befürchteten. Insbesondere die Landschaftsbildanalyse stand dabei im Zentrum der Kritik. Die Ergebnisse der Landschaftsbildanalyse hielten jedoch auch einer gerichtlichen Überprüfung stand und heute, nach Realisierung des Offshore-Windparks, stellt sich das Vorhaben auch nach Ansicht direkt benachbarter Küstenanwohner als vollkommen landschaftsverträglich dar.