UV-Studie für einen Offshore-Windpark in der Ostsee

Das bisher leistungsstärkste Offshore-Projekt der Ostsee, der Windpark Arkona vor der Insel Rügen, wurde im April 2019 als Gemeinschaftsprojekt von E.ON und Equinor (früher Stat Oil) in Betrieb genommen. OECOS hatte von 2001-2005 umfangreiche Umweltuntersuchungen für dieses Vorhaben durchgeführt. Die von OECOS im Rahmen des Antrags ausgearbeiteten Umweltunterlagen führten letztlich zu einer Genehmigung. Der Windpark liegt 35 Kilometer nordöstlich von Rügen und hat eine Leistung von 385 Megawatt, was rechnerisch für die Versorgung von 400.000 Haushalten ausreicht. Der Strom fließt  über drei jeweils 90 Kilometer lange Seekabel ins Umspannwerk Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern.

Der in der Ostsee nordöstlich Rügen gelegene Offshore-Windpark Arkona liegt abseits der ausgedehnten FFH- und EU-Vogelschutzgebiete am Adlergrund und in der Pommerschen Bucht. Zu den von OECOS im Rahmen des  seerechtlichen Genehmigungsverfahrens (heute Planfeststellungsverfahren) durchgeführten Umweltuntersuchungen gehörten insbesondere auch die aufwendigen Schiffs- und Flugzeugerfassungen für Rastvögel, Vogelzug und Meeressäuger. Die Ergebnisse wurden in einer Umweltverträglichkeitsstudie zusammengeführt, ergänzt durch verschiedene FFH-Verträglichkeitsstudien für die benachbarten Schutzgebiete. Das Vorhaben Arkona (früher Arkonabecken Südost) wurde am 15.03.2006 vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigt.