UV-Studien für 2 Offshore-Windparks in der Nordsee

 Der Windpark DanTysk, dessen Errichtung von Vattenfall Europe inzwischen vollendet wurde, liegt in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Nordsee an der dänischen Grenze. Die GEO (Gesellschaft für Energie und Oekologie mit Sitz in Nordfriesland hat die Genehmigungsplanung für den Windpark DanTysk in der deutschen Nordsee durchgeführt. Das Planungsgebiet befindet sich mit über 50 km Küstenentfernung nicht nur außerhalb der Sichtweite ebener Festland-Standorte, sondern auch außerhalb der Vogelschutzgebiete und FFH-Gebiet in der Deutschen Bucht. Im Vorwege der Planung sowie Rahmen des nach damaligen Recht durchgeführten Genehmigungsverfahrens (heute Planfeststellungsverfahren) für den Windpark DanTysk und die Seekabeltrasse hat OECOS zwischen 1999 und 2006 an der Standortfindung teilgenommen sowie die Bestanderfassung der in Wirkungsbeziehung zum Vorhaben stehenden Umweltschutzgüter koordiniert. In der von OECOS erarbeiteten Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) wurden alle vorhabensbezogenen Wirkungen des Windparks auf die Umwelt zusammengefasst. Darüber hinaus wurden mögliche Beeinträchtigungen von Natura2000 Gebieten im Rahmen einer FFH-Verträglichkeitsstudie prognostiziert und bewertet. In einer sogenannten Rahmen-UVS wurden von OECOS darüber hinaus die zu erwartenden Umweltwirkungen von Windpark und Stromanlandungstrasse im Zusammenhang bewertet. Das Vorhaben DanTysk sowie die Anlandungstrasse wurden am 23.08.2005 als neuntes Offshore-Windparkprojekt in der deutschen Nordsee vom BSH genehmigt.

Auftraggeber des DanTysk benachbarten Projektes "Nördlicher Grund" waren die GEO Gesellschaft für Energie und Oekologie mbH und die SYNERGIS GmbH. Der vorgesehene Baustandort in der "Ausschließlichen Wirtschaftszone" (AWZ) der Nordsee liegt ca. 86 km WNW von Sylt und ca. 108 km von Helgoland in der offenen See der Deutschen Bucht, womit jegliche Überschneidung mit Schutzgebieten vermieden wurde. Das förmliche Planungsverfahren für den Offshore-Windpark wurde auf der Antragskonferenz im November 2002 begonnen. OECOS koordinierte für das Planungskonsortium die Umweltverträglichkeitsuntersuchungen vor Ort und fasste die Ergebnisse in einer übergreifenden Umweltverträglichkeitsstudie sowie in einer FFH-Verträglichkeitsstudie zusammen. In einer sogenannten Rahmen-UVS wurden von OECOS darüber hinaus die zu erwartenden Umweltwirkungen von Windpark und Stromanlandungstrasse im Zusammenhang bewertet. Das Vorhaben Nördlicher Grund sowie das Anlandungskabel wurden am 01.12.2005 vom BSH genehmigt.