Spezieller Artenschutz bei der Stromtrassenplanung

Für das Stromabnleitungskabel des von der GEO-Gesellschaft für Energie und Oekologie GmbH im Küstenmeer Schleswig Holsteins geplanten Demonstrationsfeldes für Offshore-Windenergieanlagen GEOFReE wurde 2006 ein immissionschutzrechtliches Genehmigungsverfahren durchgeführt. Dabei bedurfte es u.a. einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung. Gegenstand der artenschutzrechtlichen Beurteilung waren einerseits die möglichen Auswirkungen des Seekabels auf Benthos, Fische, Meeressäuger und Vögel, andererseits die möglichenAuswirkungen des Kabels und seiner Verlegung auf besonders geschützte faunistische und floristische Arten an Land.

Im  Zuge des Genehmigungsverfahrens für das Anlandungskabel fertigte die OECOS GmbH 2006 eine erste artenschutzrechtliche Prüfung an. Anpassungen dieser Prüfung erfolgten 2009 im Hinblick auf die Rechtslage nach der „Kleinen Novelle“ des BNatSchG und 2011 in Hinblick auf die umfassende Novellierung des BNatSchG im Jahre 2010. Gegenstand der Prüfung waren dabei insbesondere auch die möglichen Auswirkungen der Kabelverlegung auf Brut- und Rastvögel im Küstenmeer sowie auf den Fledermauszug. Ein Schwerpunkt der Prüfung lag auf einer möglichen Vermeidung und Minimierung von Auswirkungen auf besonders geschützte Arten und ihre Lebensräume.