Raumwiderstandsanalyse zum Repowering in Schleswig-Holstein


In Schleswig-Holstein ist Repowering außerhalb der Eignungsgebiete nur im Rahmen einer regionalplanerischen Ausnahmeregelung zugelassen, welche u. a. die Einhaltung von Abstandsempfehlungen verbindlich vorschreibt. Es stellt sich die Frage, wie dabei eine weitgehende Konzentration der Windenergienutzung auf auszuwählende geeignete Standorte und eine Entlastung der übrigen Landesteile erreicht werden kann. Die Abteilung Landesplanung der Staatskanzlei in Schleswig Holstein beauftragte im Jahr 2007 die OECOS GmbH, das Repoweringpotenzial außerhalb der Eignungsgebiete in einer detailgenauen GIS-Studie landesweit flächendeckend abzuschätzen und Empfehlungen zum weiteren Vorgehen zu erarbeiten. Die Ergebnisse enthalten Text, Tabellen und Karten. Für das gesamte Bundesland Schleswig-Holstein wurde aus der Verschneidung vorliegender Datenbanken und Kartensätze auf Basis der amtlichen, digitalen, topographischen Karte (ATKIS) zunächst der Gesamtbestand an WEA nach Lage innerhalb oder außerhalb der Eignungsgebiet unterschieden. Es wurden landesweit zwei Repowering-Szenarien mit unterschiedlichen Neuanlagenhöhen entworfen und hinsichtlich der zu erwartenden Raumwiderstände verglichen. Unter Anlegung der geltenden Abstandsanforderungen resultierten daraus die landesweit konfliktärmsten, repoweringfähigen Anlagenstandorte, die als Zentralisationspunkte für ein gezieltes Repowering außerhalb der Eignungsgebiete anzusehen sind. Darüber hinaus hat die OECOS GmbH anteilige Restriktionswirkungen der zu dieser Zeit gültigen Abstandskritierien bestimmt und Vorschläge zu einer Neubewertung der Vorsorgeabstände erarbeitet.